Reformation und die heutige Wirtschaft

Impulse der Reformation

 

500 Jahre Reformation bedeuten auch ein halbes Jahrtausend sozialethische Begleitung des wirtschaftlichen Handelns aus dem „Geist des Protestantismus“ heraus. Zwei reformatorische Gedanken haben die Entwicklung unserer Sozialen Marktwirtschaft wesentlich beeinflusst. Zum einen der Gedanke von der Freiheit, die sich u.a. in der Freiheit des Unternehmertums zeigt. Zum anderen der Gedanke von der sozialen Verantwortung, die für einen fairen Ausgleich innerhalb unserer Gesellschaft sorgen soll. Mittlerweile erweitert um das Bemühen für eine ökologische Balance im Wirtschaftsleben.

 

Quelle: Andreas Ockert

Das evangelische Verständnis von Wirtschaft wäre unvollständig ohne den Berufsbegriff, den Martin Luther und die anderen Reformatoren entwickelt haben. Die säkulare Arbeit wurde jetzt als Dienst an Gott und den Mitmenschen verstanden. Die Berufstätigkeit verwirklicht nichts weniger als die Berufung durch Gott. Verstärkt wurde das noch durch den auf den Genfer Reformator Johannes Calvin zurück geführten, typischen „protestantischen“ Berufsethos. Diesen wollte Max Weber sogar als die entscheidende Antriebsfeder des modernen Kapitalismus verstehen. Sicher ist, dass das mittelalterliche Leitbild vom „ehrbaren Kaufmann“ im protestantischen Denken seine weiteren Konnotationen erfahren hat: Integrität und Verlässlichkeit als Kennzeichen eines verantwortungsvollen Wirtschaftshandelns.

 

 

Zum Weiterlesen: Arbeit aus Berufung. Themenheft zum Reformationsjubiläum 2017, Evang. Verband Kirche Wirtschaft Arbeitswelt (Hg.), Hannover 2017

 

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